Chronik

Aus unserer Vereinschronik…

Im 19. Jahrhundert wurde vor dem Hintergrund des Romantik-Zeitalters das Laienspiel neu belebt. In diesen Laienspielen vereinten sich häufig volkstümliche Züge mit weltanschaulich-religiösen oder sozialen Themenhintergründen. Dieser Zeitgeist machte auch in Eschweiler nicht Halt und so gründeten sich um die Jahrhundertwende auch bei uns zahlreiche Theatergesellschaften. Diese entstanden überwiegend aus christlichen Jünglings- und Gesellenvereinen, Schützenbruderschaften, katholischen Kirchenchören u.ä. Man fand sich zusammen um in – oft religiösen – Spielen das Theater aus der Sphäre der Geschäftemacherei und der literarischen Mode heraus zu lösen und zur Erbauungs-, Fest- und Weihstätte zurück zu entwickeln.

Hier sei erinnert an längst vergessene Namen wie „Dramatische Gesellschaft 1898“, Theaterverein „Eintracht 1900“, „Christliche Volks- und Bühnenenkunst“, Theaterverein „Hilaria“, „Dilettantenvereinigung Eschweiler“, Theatergesellschaft „Frohsinn“, Theatergesellschaft „Edelweiß“, Theaterverein „Eintracht“ Eschweiler-Röthgen, Theatergesellschaft „Wohlgemut Eschweiler Stich“, Gesellschaft „Fidelio“ Eschweiler-Pumpe-Stich, „Dilettantenbund Pumpe Stich und Schweiz“, „Spielleute Gottes“ Dürwiß, „Verein Rheinischer Wanderburschen Röhe“, „Verein für dramatische Kunst Dürwiß“ sowie die große Spielschar des Gesellenvereins, der späteren Kolpingfamilie. Es sind dies klangvolle Namen aus einer Zeit, als an der Inde noch ein reges Vereinsleben im kulturellen Bereich herrschte, von dem viele Impulse in der Gesellschaft ausgingen.

Das Laienspiel war damals dabei, auch in den kleinsten Orten Fuß zu fassen. Hierbei ging es nicht so sehr darum, Konfliktstoffe des täglichen Lebens infolge richtiger Entwicklung der Psyche der einzelnen Gestalten darzustellen, sondern es war ganz einfach die reine Freude am Spiel und an der dramatischen Gestaltung. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund entstand auch die Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ Eschweiler-Bergrath. Schon um 1900 fanden sich Mitglieder des Jünglingsvereins und des Kirchenchores von Eschweiler-Bergrath zusammen, um sich der Gestaltung von literarischen und musikalischen Aufführungen zu widmen. Im Jahr 1902 beschloss man, dieser Laienspielgruppe einen eigenen Vereinsnamen zu geben. Die Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ war geboren. Als Gründungsmitglieder der Theatergesellschaft Fröhlichkeit sind namentlich bekannt:

Esten Hermann                                            Esten Johann                                          Freialdenhoven Franz

Görres Martin                                               Görres Wilhelm                                      Herzog Gerhard

Herzog Johann                                              Herzog Wilhelm                                     Jerusalem Michael

Kleinen Christian                                          Krüttgen Bernhard                               Krttgen Heinrich

Linden A.                                                         Merken Johann                                     Merken Martin

Merken Wilhelm                                          Öbels Arnold                                           Peters Wilhelm

Pütz Josef                                                       Pütz Wilhelm                                           Schmitz Josef

Schmitz Kasper                                             Sieger Heinrich                                       Söndgen Kaspar

Sous Bernhard                                              Sous Johann                                            Thielen Christian

In Dankbarkeit gedenken wir der heute verstorbenen Gründer. Wir wollen ihnen stehts ein ehrendes Gedenken bewahren.

Der Gesellschaft war ein eigener Musikzug, genannt „Burenkapelle“, angeschlossen. Diese untermalte die literarischen Darbietungen und stand auch für Festzüge zur Verfügung.

In der Zei8t bis 1914 erlebte die Gesellschaft ihre Blütezeit. In der Regel alle sechs bis acht Wochen führte man Tanzveranstaltungen mit dramatischen Einlagen durch, aber auch große Theaterabende, die zumeist schon am Nachmittag begannen. Festumzüge und Theaterwettstreite, mit anderen in Eschweiler ansässigen Vereinen, waren während dieser Zeit selbstverständlich. Große Theateraufführungen bis zum Beginn des ersten Weltkrieges waren u.a. Ritterschauspiele, wie „Schuld und Sühne“ oder  „Die feindlichen Brüder“, Der schwarze Ritter“ oder „Der Räuber von der Königsburg“, große Schauspiele, wie „Genovefa“, „Das 4. Gebot“ oder „Du sollst Vater und Mutter ehren“, „Kabale und Liebe“, historisch-religiöse Dramen, wie „In diesem Zeichen wirst du siegen“ oder „Die Bekehrung des römischen Kaisers Constantin und die Auffindung des Kreuzes“, „Die Passionsgeschichte“ aber auch Humoresken und Burlesken der unterschiedlichsten Art sowie auch militärisch-patriotische Stücke, wie „Die elf Schill’schen Offiziere“ und „Aus großer Zeit“ oder „Lützow und seine Helden“.

Mit dem Eintritt in die „Goldenen Zwanziger“ veränderten sich so nach und nach die Interessen an der Unterhaltung. Das Grammophon hatte den Einzug in die Wohnungen gehalten. Der Kinematograph – kurz genannt das Kino – lockte die Menschen auch in Eschweiler in die Lichtspielhäuser. Die im Stil von Theaterstücken mit mehreren Akten vorgeführten Filme zogen, auch wenn sie ohne Ton waren, auch die Menschen in Eschweiler in den Bann. Die Namen berühmter Mitwirkender, wie Henny Porten, Lotte Neumann und Asta Nielsen, Tom Mixx, Buster Keaten und Charlie Chaplin taten das ihrige. Mit großen Zeitungsinseraten und reißerischen Filmtiteln, wie „Hyänen auf dem Schlachtfeld“, „Um Judas Lohn“, „Das Frauenhaus von Brescia“, „Eines großen Mannes Liebe“, warb en die neuen Eschweiler Lichtspielhäuser Apollo-Lichtspieltheater, Kunst- und Lichtspielbühne und Olympia-Lichtspielhaus, um die Gunst der Zuschauer. Neben diesen Inseraten prangten nun vermehrt Anzeigen für Parteiveranstaltungen und politische Kundgebungen.

Waren es zu Beginn des Jahrhunderts noch Theatervereine und literarische Zirkel, die das Gesellschaftsleben in der Indestadt maßgeblich prägten, so erlebten nun Männergesangsvereine, Vereine für Leibesertüchtigungen, Wander- und Mandolinenvereine sowie Schützen- und Kriegsvereine ihre Blütezeit. Und auch die Begeisterung für den Karneval wurde in Eschweiler immer größer, zahlreiche Karnevalsgesellschaften etablierten sich in dieser Zeit.

Zwar hatte die „Fröhlichkeit“ immer noch ihr treues Publikum, aber die Zahl der Schauspielaufführungen und sonstigen Veranstaltungen ging in dieser Zeit merklich zurück. Von diesem Trend waren auch die anderen, in Eschweiler tätigen Theatervereine betroffen und so nach und nach verschwand ein Verein nach dem anderen wieder in der Versenkung.

Dokumentiert aus dieser Zeit sind von der „Fröhlichkeit“ die Aufführungen von Stücken im großen Saal des Herrn Schmitz, wie „Kabale und Liebe“, „Käthchen von Heilbronn“ und andere Stücke der klassischen Bühnenliteratur. Aber auch Stücke im Stil von Hedwig Courts-Mahler wie „Der illegitime Königsspross“. Es war dies die Zeit der Inflation und eine Eintrittskarte zu den Aufführungen der „Fröhlichkeit“ kostete 854 Mark. Etwa ab 1926 wurden von der „Fröhlichkeit“ sogenannte „Winterfeste“ veranstaltet. Hierbei gelangten Stücke zur Aufführungen, wie das dramatische Volksstück in 6t Akten von Georg Meier „Am Waldkreuz“ oder die Burleske „Ein strammer Junge“.

In den Dreißiger Jahren trat auch  die „Fröhlichkeit“ mehr und mehr in den Hintergrund. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde mehr und mehr das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Eschweiler gleich geschaltet. Der „Fröhlichkeit“ mangelte es an Spielernachwuchs: Die Jugend interessierten nun andere Dinge, aktive Spieler wurden zum Militär berufen und die Gründer waren auf Grund ihres Alters auch nicht mehr in der Lage, große Stücke auf die Bühne zu bringen. Bis zum Kriegsbeginn im Jahre 1939 feierte man zumeist nur noch im kleinen Kreis seine Winter- und Stiftungsfeste. Dabei wurden kleiner Stücke, zumeist Burlesken, zur Aufführung gebracht. Aber nie gab die „Fröhlichkeit“ auf. Eine kleine Schar Interessierter war ihnen immer noch geblieben. Bis der Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 alles zunichte machte. Die Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ war nicht mehr spielfähig. Sollte das nun das Ende eines 37-jährigen Vereins sein) Die Herrschaften des Nationalsozialismus und der Ausbruch des 2. Weltkrieges, die im ganzen Land ihre scherzhaften Wunden hinterließen und den Kultur ausübenden Vereinen ihr Wirken untersagten, beendete Ende des Jahres 1939 die Aktivitäten der „Theatergesellschaft Fröhlichkeit“.

Der Krieg zerschlug alles. So, wie alle Menschen während der schlimmen Jahre das Lachen verlernt hatten, so gab es 1945 auch keine „Fröhlichkeit“ mehr. Viele Mitglieder der alten „Fröhlichkeit“ hatten den Krieg nicht überlebt. Alle standen vor dem Nichts. Doch in dem Chaos der Nachkriegsjahre erwachte langsam neues Leben, und aus einem Fünkchen wurden Funken, die immer weiter neues Leben entfachten. Und auch die „Fröhlichkeit“ erwachte zu neuem Leben. Ende 1950 fanden sich das Gründungsmitglied Heinrich Krüttgen sowie Johann (Jean) Linden, Matthias Merken und Gerhard Schuster zusammen und beschlossen, der „Fröhlichkeit“ wieder neues Leben einzuhauchen. Es wurde aktive Werbung für das Laienspiel gemacht und schon im Oktober des Jahres 1951 standen Spielerinnen und Spieler der „Fröhlichkeit“ wieder auf den Brettern, die für sie „die Welt“ bedeuteten. In den ersten Jahren spielte man in den Sälen Friebe und Esser. Schnell hatte man sich wieder einen Namen gemacht. Die Älteren, die die „Fröhlichkeit“ noch von vor dem Kriege kannten, freuten sich wieder auf die unterhaltsamen Theaterabende und bei den Jungen hatte sich schnell herumgesprochen, dass es bei der „Fröhlichkeit“ immer was zu Lachen gab, hatten sie doch hierzu lange Zeit keinen Grund gehabt. Bekannte Aufführungen aus dieser Zeit sind dramatische Stücke, wie „Unter falschem Verdacht“, „Das Gewissen klagt an“, Volksstücke, wie „Der Schinderhannes“, „Das Boot ohne Fischer“, aber überwiegend Komödien und Schwänke wie „Der selige Florian“, „Feierabend eines Rentners“, „Die Ersatzbraut“, „Der Göttergatte“. Aber auch „Bunte Abende“ mit musikalischen Einlagen, wie aus „Blume von Hawaii“ und Karnevalssitzungen gehörten fortan zum Repertoire der „Fröhlichkeit“

Zum 60jährigen Jubiläum im Jahr 1962 kam das Erfolgsstück „Der Etappenhase“ im Saal „Friebe“ zur Aufführung. Damit wurde der Reigen der Veranstaltungen zum 60jährigen Jubiläum eröffnet, die unter dem Motto „Ernst ist das Leben – Heiter die Kunst“ standen, eröffnet. Der Saal „Friebe“ stand an diesem Abend zum letzten Mal zur Verfügung, da er – wie auch der Saal „Esser“ – wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Der Kommersabend sowie die Aufführung des Schauspiels „Der Strom“ fanden bereits im Saal des „Burghof“ statt, der in den nun folgenden Jahren für die „Fröhlichkeit“ Heimat sein sollte.

In den nun folgenden Jahren wurde es für die „Fröhlichkeit“ immer schwerer, mit ihrem Laienspiel ein Publikum zu gewinnen. In einer Zeit, in der Kultur durch Rundfunk und Fernsehen fertig ins Haus serviert wurde, hat die Theatergesellschaft die Pflege des Laienspiels, der sie sich bereits seit sechs Jahrzenten widmete, hoch gehalten. Zu diesem Zeitpunkt war die „Fröhlichkeit“ noch die einzige, in der Stadt Eschweiler, bestehnde Laienspielgruppe. Überwiegend führte die „Fröhlichkeit“ während dieser Zeit Lustspiele auf; fand man doch hiermit beim Publikum den größten anklang. Exemplarisch seien hier genannt: „Der Meisterlügner“, „Sturm im Maßkrug“, „Hilde und 8 PS“, „Mutter steht ihren Mann“, „Meine Frau ist gleichberechtigt“.

Die Feierlichkeiten anlässlich des 70jährigen Jubiläums fanden im Bergrather Pfarrsaal statt, wo der Verein sei zwei Jahren eine neue Heimat und in Pfarrer Rindermann einen aktiven Förderer gefunden hatte. In den folgenden Jahren wirkte die „Fröhlichkeit“ u.a. an einer Seniorenveranstaltung in der Festhalle Weisweiler in Zusammenarbeit mit der Stadt Eschweiler und dem Bundesministerium für Verkehr zum Thema „Verkehrssicherheit für Senioren“ mit und gestaltete Märchenaufführungen in der Hauptschule Jahnstraße zum „Jahr des Kindes“.

„Gemeinschaft leben – Gemeinschaft geben“ – ein Motto des Bergrather Pfarrfestes war auch für die „Fröhlichkeit“ stets Verpflichtung und Ehre zugleich. Mit der Aufführung des Lustspiels „Meine Frau ist gleichberechtigt“ von Kurt Götz gelang es der „Fröhlichkeit“ wieder einmal, den Pfarrsaal bis auf den letzten Stuhl zu füllen. Der Erlös aus den Einnahmen wurden der Pfarre für die Sanierung der Pfarrkirche zur Verfügung gestellt. Die Zuschauer unterhielten sich prächtig; die Spielerinnen und Spieler, Gisela Heising, Wilhelm Maletz, Annelene Adolphs, Hannelore Wilke, Klaus Weiland und Fritz Wilke, setzten wieder einmal alles dran, gute schauspielerische Leistungen zu präsentieren.

Im Oktober des Jahres 1977 konnte die Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ auf ihr 75jähriges Bestehen zurück blicken. Als Einzige von den vielen Theatergruppen im Eschweiler Raum zu Beginn des Jahrhunderts haben die „Fröhlichkeit“ die Trendwende durch die neuen Medien überlebt. Das Ensemble bestand aus Spielerinnen und Spielern der unterschiedlichsten Altersstufen, denen es immer wieder gelang, den Geschmack des Publikums zu treffen und ihre Stücke dem Zeitgeist angepasst auszuwählen. So ließ es sich die aktive Truppe auch diesmal nicht nehmen, in einem schönen Rahmen ihr Jubiläum zu feiern. Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten traf man sich am Samstag im Pfarrsaal zum Festkommers. Pfarrer Rindermann sagte in seiner Festrede: „Haltet zusammen, harrt aus“ – Allen Unkenrufen zum Trotz versteht es die Gesellschaft, auch im Zeitalter des Fernsehens, durch ihr Spiel zu erfreuen.“ Der Wunsch des Festredners: „Möge sich die Theatergesellschaft den Idealismus bewahren, der ihr in den letzten Jahren über manches Schwere hinweg geholfen hat un den bestimmenden Impuls für das Theaterspiel gab.“ Erinnert wurde im Laufe des Abends an die Zeit seit dem Wiederaufbau der Gesellschaft nach dem letzten Krieg. Festgestellt wurde, dass die Freude am Theaterspiel die Zeit überdauere und dass es auch heute noch zahlreiche Freunde gibt, die eine gute Laientheater-Darbietung bejahen. Der Vertreter des Bundes Deutscher Amateurtheater, Landesvorsitzender Braun, gab zu bedenken, dass der Verband nur Organisationsform sein könne, die künstlerische Leistung jedoch vor Ort erbracht werden müsse. Für verdienstvolle Mitarbeit für das deutsche Amateurtheaterspiel ehrte er die Mitglieder Franz-Josef Erbel, Jakob Brüsseler, Wilhelm Maletz, Karl Nießen und Matthias Merken.

Am darauf folgenden Jubiläumssonntag feierte man am Morgen zunächst die Heilige Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Gesellschaft. Am Abend erfreute die „Fröhlichkeit“ ihre treue Fangemeinde mit der Aufführung der Komödie „Siebzehn und zwei“ von August Hinrichs. Die Komödie spielt sich in einem Dorf ab, wo das Postamt mit der Gaststube gleich unter einem Dach liegen, wo der Posthalter gleich auch der Gastwirt ist. Just in dieser Poststube ereignet sich dann das, was ein ganzes Dorf aufwiegelt und Jeder einfach Jeden verdächtigt und zum Räuber werden lässt. Der Landbriefträger Sagbiehl – von Kalr Nießen ausgezeichnet als Dorftrottel und mit immer durstiger Kehle treffend dargestellt – hat seine Posttasche verloren. Er weiß aber nicht wo, bis dann das Hausmädchen Minna (Helene Weiland) in ihrem unübertroffenen Erfindungsreichtum und ihrer Neugier und Schwatzsucht dann einfach einen Überfall eines Unbekannten auf den armen Landbriefträger erfand. Und so nimmt das –Schicksal dann seinen Lauf … Neben den beiden Genannten wirkten unter der Spielführung von Wilhelm Maletz in dieser Komödie Matthias Merken, Hildegard Schiefer, Hannelore Wilke, Reinhilde Haas, Klaus weiland, Lothar Graack, Fritz Wilke und Rudolf Klotz mit. Der starke Beifall war für die Akteure wieder einmal Bestätigung dafür, dass man echtes Laientheater spielen kann, wenn sich die Laienspieler zu eifrigen Proben zusammen finden und Talente vorhanden sind.

Der Beginn der 80er Jahre war gekennzeichnet von der Suche nach geeignetem Nachwuchs. Die älteren Spieler, die bereits seit den 50ern auf der Bühne standen, wollten und mussten sich aus Berufs- und Altersgründen langsam zurück ziehen, aber es mangelte an jungem Nachwuchs. Die Zahl der aktiven Spieler war zu dieser Zeit auf sechs gesunken. Immer wieder wurden Aufrufe in der örtlichen Presse veröffentlicht: „Wer hat Interesse am Laienspiel?    Alle Eschweiler Bürger, egal welchen Alters, die sich für die aktive Mitarbeit in einer Theatergruppe interessieren, sind eingeladen …“ Doch leider war die Resonanz nicht allzu groß. Andere Freizeitaktivitäten standen in dieser Zeit sowohl bei den Jungen als auch bei den Älteren höher im Kurs. Niemand interessierte sich zu dieser Zeit mehr so recht, einem Traditionsverein beizutreten. Der damalige Vorsitzende, Matthias Merken, stand vor ernsthaften Problemen, den Fortbestand der „Fröhlichkeit“ zu sichern. Aber ans Aufhören wurde nicht gedacht. Man gab nicht auf und gespielt wurde trotzdem! Ein bekanntes Stück aus dieser Zeit war „Ein harmonisches Haus“ von Tilly Hütter unter der Regie von Fred Löbbe mit den allseits beliebten Spielern der „Fröhlichkeit“ Helene und Klaus Weiland, Fritz und Ralf Wilke sowie Rita Görres und Monika Müller-Jahn.

Mittlerweile schreibt man das Jahr 1982. Die alte Dame „Fröhlichkeit“ feiert ihren 80. Geburtstag. Allerdings kränkelt sie und keiner weiß so Recht, ob sie überleben kann, wenn ihr nicht bald eine „Frischzellentherapie“ verordnet wird. Intensiv wurde vom Vorsitzenden Matthias Merken um junge am Laienspiel Interessierte geworben: „Gerade bei Jugendlichen ist das Theaterspiel eine echte Alternative, bei der Ausdrucksvermögen, Allgemeinbildung und Selbstbewusstsein gefördert werden.“ Leider war auch diesmal die Resonanz auf zahlreiche Presseveröffentlichungen nicht allzu groß,

Trotzdem wurde dieser „Geburtstag“ in der gewohnten Manier gefeiert. Am 9. Oktober 1982 hatten die „Fröhlichkeit“ im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum Kommersabend in den Bergrather Pfarrsaal geladen. Zahlreiche Gratulanten sprachen ihre Glückwünsche aus. Unter den Ehrengästen konnte Vorsitzender Matthias Merken den Bürgermeister der Stadt Eschweiler, Friedrich Koch, einige Ratsverordnete, den Bergrather Pfarrer Siegfried Pleetz sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Westdeutschen Amateurtheaterverbandes, Willi Wronna aus Bergheim begrüßen. Als Jubilare wurden ausgezeichnet: Matthias Merken für 40jährige Mitgliedschaft, Jakob Brüsseler für 30jährige Mitgliedschaft und Wienand von der Heiden, Fred Löbbe und Karl Nießen für 25jährige Mitgliedschaft. In seiner Festansprache betonte Matthias Merken, dass man in Bergrath die alte Tradition des Laienspiels gerne fortsetzen würde. Wenn die „Fröhlichkeit“ auch in der Zukunft noch überleben wollte um auch noch ihr Hundertjähriges feiern zu können, so sei die Gewinnung von Nachwuchs unumgänglich und oberstes Gebot. Der stellvertretende Landesvorsitzende Willi Wronna betonte in seiner Ansprache, dass auch in der heutigen Zeit die Laienbühnen einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Leben leisten.

Am folgenden Sonntag lud die Fröhlichkeit zur Aufführung des Jubiläumsstücks. Bereits am Morgen hatte man gemeinsam mit Pfarrer Pleetz eine heilige Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ gefeiert und sich zu einem anschließenden Frühschoppen im Pfarrsaal vor, als sie in brillanter Manier Kishons „Trauschein“ zur Aufführung brachten. Das Stück, aus dem Alltagsleben gegriffen, bot viele Überraschungen; die einzelnen Pointen saßen bestens.

Es folgten nun Jahre, die geprägt waren von der intensiven Suche nach neuen Spielern. Die wenigen noch Aktiven hielten fest zusammen. Konnte man zwar in diesen Jahren nicht immer ein neues großes Stück einstudieren, so erfreute man doch wenigstens bei Auftritten auf der 3-Länder-Eck-Schau und Aufführungen von Weihnachtsspielen auf dem in Seniorenheimen und bei humanitären Hilfsorganisationen. Im Bergrather Pfarrsaal wurde in dieser Zeit das Lustspiel „Männer sind auch nur Menschen“ von Tilly Hütter mit großem Erfolg aufgeführt.

Gab es auch in den nun kommenden Jahren keinen Anlass zur Freude, in dem neuen Mitglieder für die „Fröhlichkeit“ gewonnen werden konnten, so zeigte diese immerhin, dass sie noch „lebte“. Beispielsweise bei der Durchführung von Bunten Abenden mit Sketch-Einlagen, bei Mitwirkungen an Seniorennachmittagen der Pfarre St. Cäcilia Hehlrath, in der Festhalle Weisweiler sowie mit der Aufführung des Weihnachtsmärchens „Draußen vor der Tür“ auf dem Eschweiler Weihnachtsmarkt. Der reiche Applaus belohnte die wenigen Getreuen der „Fröhlichkeit“ für ihr Durchhalten und zeige, dass das Laientheaterspiel in den Köpfen vieler Menschen noch präsent war. Nun musste baldmöglichst etwas geschehen …

Bereits 1987 hatte Jakob Brüsseler den Vorsitz der Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“ übernommen. 35 Jahre hatte er bisher aktiv die Geschichte der „Fröhlichkeit“ als Spieler mit getragen. Jetzt aber machte er es sich zur Aufgabe, die „Fröhlichkeit“ wieder nach vorne zu bringen. Unermüdlich versuchte er, neue Mitglieder zu werben, um wieder einmal ein großes Stück aufführen zu können. Immer wieder einmal kamen Interessenten, aber wenn diese sahen, mit wieviel Arbeit und Disziplin das Theaterspiel verbunden war, verloren sie bald wieder die lust an der Sache. Schließlich gelang es ihm dann, sechs neue Mitglieder für die „Fröhlichkeit“ zu werben.

Nun konnte man für den Herbst des Jahres 1990 einen „Bunten Abend“ planen, um an die Tradition verflossener Jahre anzuknüpfen. Schnell waren die Rollenbücher verteilt und schon im Oktober fand, wie versprochen, der „Bunte Abend“ statt. Musikalisch untermalt vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr und der Gruppe „Uss Spass an de Freud“ brachte die „Fröhlichkeit“ die beiden Einakter „Eine Frau von Format“ und „Der selige Florian“ zur Aufführung, die von den rund 80 Zuschauern mit Begeisterung aufgenommen und mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurden.

Die „Fröhlichkeit“  – lange tot gesagt – war wieder da! Leider hatten sich jedoch immer noch nicht genug Interessierte am Theaterspiel gefunden, die es der „Fröhlichkeit“ ermöglichen sollten, den Fortbestand des Laientheaters auch in der Zukunft, auf dem Weg in ein neues Jahrtausend zu sichern und dies bereitete Jakob Brüsseler große Sorge. Dieser begegnete er jedoch, in dem er den Kontakt zu Eschweiler Schulen suchte, die ebenfalls in ihren Literaturkreisen Theater spielten. Viel Zeit und Engagement wurde darauf von ihm verwandt, aber bald waren seine Bemühungen von Erfolg gekrönt. Es grenzte fast an ein Wunder, der Fortbestand der „Fröhlichkeit“ war gesichert. Im Jahr 1991 traten zehn Schülerinnen und Schüler der „Waldschule“ nach ihrer Entlassung mit ihren Lehrern Cornelia Emmerling und Stefan Eschbach der „Fröhlichkeit“ bei.

Im Oktober des Jahres 1992 lud die „Fröhlichkeit“ zur Jubelfeier in den Bergrather Pfarrsaal. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, um der 90jährigen „Fröhlichkeit“ ihre Referenz zu erweisen. Nach der Begrüßung durch Dr. Georg Mathar ergriff Bürgermeister Günter Wagner das Wort, der auch Schirmherr der Geburtstagsfeier war. Er würdigte in seiner Ansprache die langjährigen Aktivitäten der Theatergesellschaft „Fröhlichkeit“, die maßgeblich zum kulturellen Leben in Eschweiler beigetragen haben. Der 2. Vorsitzende der „Fröhlichkeit“, Hartwig Völker, ehrte für ihre Treue zum Verein den Vorsitzenden Jakob Brüsseler sowie Karl Nießen. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden Elisabeth Brüsseler und Heidrun Krause ausgezeichnet.

Mit dem im Anschluss folgenden, von Stefan Eschbach geschriebenen Stück „Die Festrede“ begeisterten die Laiendarsteller das anwesende Publikum. Natürlich war das Jubiläum das Thema dieser gekonnt einstudierten Persiflage. Jedes Mitglied wollte am Jubiläumsabend eine Festrede halten, was – wie könnte es anders sein – zu einigen Querelen führte. So „stritten“ die Schauspieler im ersten Akt darum, wer den nun die Rede hält. Im zweiten akt – eine Woche später – hielt dann jeder seine eigene Rede parat, außer Hannelore, die sich schon am ersten Versammlungsabend aud den Streitereien herausgehalten hatte. Das Ende vom Lied: Keine Rede war brauchbar. Der Vorsitzende beginnt sich ernsthaft Sorgen zu machen. Schließlich will man sich ja nicht blamieren, denn „wir erwarten die gante Haute Volée von Eschweiler!“ Ein Mitglied: „Wieso kommt den keiner?“ Zu guter Letzt: Im dritten Akt hält dann Hannelore – die Unbeteiligte – die Festrede!

Zwischen den einzelnen Akten unterhielt da Akkordeonorchester der Jugendmusikschule unter der Leitung von Claudia Nersinger mit musikalischen Darbietungen.

Durch den Erfolg beim 90jährigen Jubiläum angespornt, entwickelte Stefan Eschbach alsbald die Idee eines neuen Stückes. Es sollte in Eschweiler spielen „op Eischwiele Platt“ sein und eine für Eschweiler typische Handlung haben. Was lag da näher, als an die alte Tradition anzuknüpfen. „De Berschmann“ – ein Schwank in drei Akten – war geboren. Mit viel Liebe zu seiner Muttersprache und detailgenauer Kenntnis der hiesigen Mentalität und Milieus war es Stefan Eschbach gelungen, ein einzigartiges Stück auf die Beine zu stellen, von dem mit Sicherheit noch künftige Generationen berichten werden. Am 29. Oktober 1993 war es soweit: Das Stück war aufführungsreif! Viele Proben mit harter Arbeit wie Rollenstudium, ein bis zwei wöchentlichen Proben, Kulissenbau, Kostümbeschaffung aber auch mit viel Spaß am Spiel waren voran gegangen. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich die bunt gemischte Truppe aus Jung und Alt zusammen gefunden und war zu einer homogenen Einheit verschmolzen. An beiden Aufführungsabenden platzte der Bergrather Pfarrsaal aus allen Nähten. Altes, treues Publikum wie auch neu interessierte junge Menschen hatten den Weg nach Bergrath gefunden und sie wurden nicht enttäuscht, denn sie bekamen „Komödie vom Feinsten“ geboten. Allerdings und darauf wurde bei der Einführung in die geschichtlichen Hintergründe des Stückes Wert gelegt – könnten Eigenschaften wie Nationalstolz, Deutschtümelei und Fremdenhass schreckliche Verheerung anrichten, die zunächst niemand kommen sieht. Somit war das Stück gleichzeitig auch Lehrstück, das bei allem Humor nicht unpolitisch sein wolle. Der Erfolg von „De Berschmann“, gespielt von „alten Hasen“ und „jungen Küken“ aus der Feder von Stefan Eschbach war ein so großer Erfolg, dass noch viele Wiederholungsaufführungen in den folgenden Jahren statt fanden. Man spielte jetzt nicht nur im Pfarrsaal Bergrath, sondern auch im Kulturzentrum „Frankental“ in Stolberg. Auch dort war das Publikum begeistert von den Bergrather Laienspielern. –Und so war durch den Autor Stefan Eschbach und der aus Alt und Jung zusammen gewürfelten Spielertruppe die lange Zeit tot gesagte „Fröhlichkeit“ wieder zu neuem Leben erwacht. Man hatte zu einem neuen Spielstil gefunden, der beim Publikum bestens ankam.

In den Jahren 1994/1995 erfreute man das Publikum mit Kabarett-Abenden. Die Aufgeführten Stücke stammten allesamt aus der Feder der Mitglieder Tanja Spieß, Stefan Eschback und Sascha Kraus. Gleichzeitig wurde schon wieder kräftig für das neue Stück geprobt. Dieses sollte – genau wie „De Berschmann“ seine Handlung in Eschweiler haben und wieder „op Platt“ sein. Stefan Eschbach gelang es mit der Komödie „Die Schmuggler“ an den Erfolg von „DeBerschmann“ anzuknüpfen. Die Premiere des Stückes am 25. Oktober 1996, dessen Handlung im Nachkriegs-Eschweiler von 1946 spielt, wurde ein grandioser Erfolg, sowohl für den Autor Stefan Eschbach als auch für die engagierten Spielerinnen und Spieler. Auf Grund des großen Erfolges und der Nachfrage all derer, die bei der Premiere keinen Platz gefunden hatten, wurden auch dieses Stück im kommenden Jahr mehrfach wiederholt. Im gleichen Jahr konnte die „Fröhlichkeit“ mit „Die Schmuggler“ auch große Erfolge in Stolberg feiern.

Nun brauchte sich die „Fröhlichkeit“ keine Sorgen um den Spielernachwuchs mehr zu machen, obwohl einige der Spielerinnen und Spieler aus beruflichen Gründen wieder ausscheiden mussten. Aber schnell fand sich Ersatz. Denn nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre war es nun eine Ehre, bei der „Fröhlichkeit“ dabei zu sein.

Wegen einiger Umbesetzungen verzögerte sich dann auch die Premiere des 3. Erfolgsstückes aus der Feder von Stefan Eschbach „Et Franzusejold“ um einige Zeit. Aber am 27. November 1999 konnte man im Kulturzentrum Frankental in Stolberg Premiere feiern. Diese Komödie spielt im Jahr 1918, als der 1. Weltkrieg mit dem Diktat der Sieger zu Ende ging. Auch mit diesem Stück hatte Stefan Eschbach wieder einmal mehr bewiesen, dass er die Eschweiler Volksseele versteht und dass er „seng Moddersproch“ beherrscht. Nach zwei Aufführungen in Stolberg konnte man im Januar des folgenden Jahres in Bergrath an diesen Erfolg anknüpfen.

Stefan Eschbach schaffte es, in kürzester Zeit ein neues _Werk zu schaffen. Mit  „De Ananasplantasch van Sansibar“ hatten er und die Spielerinnen und Spieler der „Fröhlichkeit“ es in zehn Monaten geschafft, ein großes Mundartstück zur Aufführung zu bringen. Die Premiere dieser Komödie fand am 2. Dezember 2000 im Kulturzentrum Frankental statt. Die Handlung spielt im Jahre 1898 und erinnert an koloniale Gelüste, Preußentum, das Kaiserreich, die wilhelminische Ära und das steife preußische Verhalten unserer Vorfahren. Der Autor selbst übernahm den Part der männlichen Hauptrolle und er und alle anderen Spielerinnen und Spieler übertrafen sich in ihrer Darstellungskunst. Die Aufführungen in Bergrath im Januar des Jahre 2001 rissen die Zuschauer in dem bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Pfarrsaal zu wahren Begeisterungsstürmen hin.

Im Frühjahr 2001 äußerte der langjährige Vorsitzende Jakob Brüsseler bei der Jahreshauptversammlung den Wunsch, von seinem Amt aus Altersgründen abgelöst zu werden. Nach der Konstituierung des neuen Vorstandes beschloss man spontan, Jakob Brüsseler auf Grund seiner großen Verdienste um die „Fröhlichkeit“ zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen,. Aber Jakob Brüsseler wollte auch Abschied von der Bühne nehmen.

Und so schrieb Stefan Eschbach als Hommage auf den verdienten und erfolgreichen Spieler der „Fröhlichkeit“ ihm die Komödie „Köbes us de Fläsch“ wahrhaft „auf den Laib“. Hier konnte Jakob Brüsseler zum letzten Mal auf der Bühne zeigen, welch großartiger Komödiant er ist. Als Flaschengeist Köbes stiftete er im Haushalt der Familie Öllig aus der Bachstraße allerhand Verwirrung in der Zeit nach dem letzten Krieg. Am 9. Dezember 2001 feierte man Premiere im Kulturzentrum Frankental in Stolberg, welches bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Alle waren gekommen, um Jakob Brüsseler in seiner letzten Rolle auf der Bühne zu erleben. Das Publikum erlebte ein von Sascha Kraus meisterhaft inszeniertes Bühnenspektakel mit allerlei Spezial-Lichteffekten, perfekt von Arne Bergrath in Bild gesetzt. Bei den Aufführungen im Pfarrsaal Bergrath im Januar 2002 konnten alle Spielerinnen und Spieler ihre Leistung noch einmal steigern, fanden sie doch hier wieder einmal ein Publikum vor, das in seiner Begeisterungsfähigkeit wohl das Beste der Welt ist.

Nach dem großen Erfolg mit „Köbes us de Fläsch“ galt es nun für die „Fröhlichkeit“, alle Energien für die Vorbereitung der 100-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten zu mobilisieren. Hatte man vor 20 Jahren nicht mehr daran geglaubt, dass es die „Fröhlichkeit“ das Hundertjährige feiern könne, so steht diese heute erfolgreicher denn je da. Das Publikum reißt sich schon lange vor den Aufführungen um die karten und kann es kaum erwarten, die „Fröhlichkeit“ wieder auf der Bühne zu sehen. Unser Erfolgsautor Stefan Eschbach ließ es sich nicht nehmen, für das Hundertjährige ein neues Stück zu schreiben, welches dann im Oktober 2002 zum Jubelfeste aufgeführt werden sollte. Er selbst wollte den Part des männlichen Hauptdarstellers übernehmen. Berufliche und gesundheitliche Gründe verhinderten dies jedoch, so dass die Aufführung abgesagt werden musste.

An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank unserem Ehrenvorsitzenden Jakob Brüsseler. Was er für die „Fröhlichkeit“ in den vergangenen 50 Jahren geleistet hat, ist nicht zu übertreffen. Er hat den Verein zusammen gehalten in einer Zeit, als niemand mehr an die „Fröhlichkeit“ geglaubt hat. Er hat es geschafft, dass die „Fröhlichkeit“ heute wieder in aller Munde ist. Für diese beispielhafte Leistung gilt ihm unser Dank und unsere Anerkennung.